CHALLENGEIn den kommenden Jahren wird eine Generation von Menschen mit intellektuellen Behinderungen ein fortgeschrittenes Alter erreichen. Menschen mit intellektuellen Behinderungen, die mindestens 50 Jahre alt sind, können ein ähnliches Lebensalter erreichen wie die Gesamtbevölkerung. Vor dem Hintergrund des Menschenrechtes auf Inklusion, das Selbstbestimmung und Autonomie in das Zentrum bei der Angebotsgestaltung rückt, wird die Frage, wie gutes Leben im Alter für Menschen mit intellektuellen Behinderungen konkret aussehen kann, immer dringlicher. Wie Menschen mit Behinderungen gerne altern möchten, kann durch objektive Kriterien, wie zum Beispiel der alleinigen Betrachtung des Gesundheitszustandes, nicht festgestellt werden. Vielmehr ist es die „subjektive Lebensqualität“, welche als zentrales Kriterium herangezogen werden sollte. Angeregt durch die Sozialabteilung des Landes Tirol und in Kooperation mit der Lebenshilfe Tirol und der argeSODiT, wurde das vorliegende Projekt ins Leben gerufen, um herauszufinden,
ERGEBNISSETrotz erschwerter Umstände im Zuge von Covid19, konnten relevante Gruppen mittels qualitativer Erhebung zur vorliegenden Fragestellung befragt werden. Aufgrund des bestehenden Kontaktverbots war es allerdings nicht möglich, die Gruppe der Menschen mit Behinderungen, sowie die Gruppe der Angehörigen zu interviewen. Daher wurde der Fokus auf die weiteren wichtigen Systempartner gerichtet. Insgesamt wurden jeweils zehn Interviews sowohl mit Geschäftsführer_innen, als auch mit Assistent_innen in ihrer Expert_innenrolle geführt. Sämtliche Interviews fanden online via Skype statt. Die Ergebnisse erfassen nicht nur in einer umfangreichen Übersicht die aktuelle Lebenssituation von älteren Menschen mit Behinderungen in Tirol, sondern beinhalten auch konkrete Empfehlungen als Anstoß für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der aktuellen Wohn- und Pflegestrukturen für die betroffenen Personen.
Projektteam
Partner Statement
„Die Ergebnisse des studentischen Forschungsprojekts können nur ein Anfang sein. Sowohl wir als leistungsbringende Organisation, als auch das Land als Kostenträger brauchen verlässliche Zahlen und Fakten zum Thema Menschen mit Behinderungen im Alter, um die Tiroler Behindertenhilfe zukunftssicher aufzustellen.“ - Mag. Georg Willeit, Geschäftsführer Lebenshilfe Tirol
„Forschungsbestrebungen zu diesem Thema sind außerordentlich wichtig, um die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen im Alter in Tirol zu verbessern. In einem nächsten Schritt werden Menschen mit Behinderung eingebunden“, Landesrätin Gabriele Fischer. - Link zu ORF Bericht
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